Palermo ist die Hauptstadt Siziliens, eine Metropole im Nordwesten der Insel. Hier befindet sich einer der beiden größten Flughäfen auf Sizilien. Palermo hat den Ruf er Mafiahauptstadt weg, das ist eingebrannt in das Gedächtnis der Menschen, aber die Zeiten in denen man Abends in Palermo nicht mehr auf die Strasse gehen konnte, sind definitiv vorbei.
Die Sicherheit in der Stadt ist wesentlich besser geworden, natürlich gibt es immer noch Viertel in die man seinen Fuß nicht nach Anbruch der Dunkelheit setzen sollte, aber das gilt für viele Großstädte. Auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass als ich durch die Strassen von Palermo gegangen bin Zeuge einer Verhaftung geworden bin: Zwei Polizisten stürzten sich auf einen ziemlich stämmig wirkenden Mann, überwältigten ihn und legten ihm Handschellen an. Etwas was ich bislang noch nirgendwo gesehen habe!
Aber Palermo hat viel zu bieten, hier finden Sie Sehenswürdigkeiten, wie den Palast der Normannen und die Kathedrale von Palermo, den Scheitelpunkt der Stadt, die Quatro Canti, Kirchen im arabischen Stil und vieles mehr. Dann gibt es in Palermo wundervoll Märkte mit einer einzigartigen Atmosphäre, hier wird frischer Schwertfisch verkauft, dort werden Stoffe feilgeboten, frisches Gemüse landet in Papiertüten, ein buntes Spektakel in einer bunten Stadt. Wenn man durch Palermo schlendert, muss man feststellen, dass viele der Gebäude in einem beindruckend zerfallenen Zustand sind, was ein morbides Gesamtbild der Stadt im Gedächtnis lässt.
Aber man muss sich die Schätze Palermos erarbeiten, denn bevor man ankommt, muss man den fast schon mörderischen Verkehr über sich ergehen lassen. Die Hauptstrassen im Zentrum sind Einbahnstrassen und meistens mit Autos zugestopft. Wir hatten das Problem, dass unser Hotel genau in einer dieser Hauptstrassen lag und wir nicht genau wussten an welcher Stelle, so waren wir dazu gezwungen mehrere Runden zu drehen, mal auf den zugestopften Hauptstrassen, dann wieder in den kleinen verwinkelten Nebengassen. Als wir dann endlich den Wagen geparkt hatten, war ich Schweiß gebadet. Sagte ich geparkt? Einen Parkplatz haben wir keinen gefunden und wir waren genötigt den Wagen in einem „Parkhaus“ zu parken. Den Schlüssel musste ich einem wenig vertrauenserweckenden Mann in die Hand drücken, der den Wagen dann dicht gedrängt an andere Autos an irgendeinem Ort parkte, den Schlüssel musste er behalten, damit er den Wagen wegfahren konnte, falls einer der Besitzer eines in dritter Reihe geparkten Wagen kam. Um ehrlich zu sein: Innerlich hatte ich mich von unserem Auto bereits verabschiedet, umso größer war dann die Freude am nächsten Tag das eigne Automobil wieder zu bekommen.
Auf der anderen Seite haben wir dann in Palermo, wundervolle Gebäude besichtigt und in Palermo habe ich das zarteste Rindersteak gegessen, eine wahre Gaumenfreude.