Ätna - Der größte Vulkan Europas

Das absolute Highlight einer Sizilien Reise ist die Besteigung des Ätnas, nun mal ehrlich, wann bekommt man schon die Gelegenheit einen Vulkan von so nahem zu sehen. Dazu kommt, dass der Ätna auch noch recht häufig aktiv ist, dann ergießt sich ein Strom glühender Lava aus dem Hauptkrater oder einem der Nebenkrater.

 
 
 

In den letzten 4 Jahren vor 2009 floß die Lava häufig die Ostseite des Vulkan herunter, in das „Valle del Bove“ was man mit Tal des Bullen übersetzen kann. Bewohnte Gebiete waren davon nicht betroffen.

Der Weg zum Vulkan

Wer den Vulkan besteigen möchte hat dazu mehrere Möglichkeiten zum einen kann man auf der Südseite bis zum Refugio Sapienza fahren und von dort mit der Seilbahn und später mit Jeeps weiter zum Hauptkrater hoch. Ein besonderes Erlebnis aber auch nicht ganz billig. Wer den Hauptkrater sehen möchte, für den ist dies der beste Weg. Die hohen Preise lassen sich auch dadurch erklären, dass das Unterhalten der Anlage nicht ganz billig ist, es ist keine 10 Jahre her, da hat ein Lavastrom die gesamte Anlage vom Erdboden gefegt und alles musste von Neuem wieder aufgebaut werden. Genau am Parkplatz sind auch kleinere Nebenkrater, die Crateri Silvestri, die man auch zu Fuß und umsonst besichtigen kann, diese sind aber nicht so Spektakulär.

Auf keinen Fall sollte man sich alleine auf den Weg zum Krater machen, das ist sehr gefährlich und jedes Jahr kommen immer wieder Touristen ums Leben, die die Gefahr nicht einschätzen können, alleine zum Krater wandern, über Absperrungen klettern oder nahe der Lava übernachten. Mit ein wenig gesundem Menschenverstand geht man jedoch bei einem Ätnabesuch kein sehr großes Risiko ein.

 
 
 
 

Skifahren auf dem Ätna

Auf der Nordseite des Vulkans findet der überraschte Besucher einen Skilift und einen Schlittenverleih. Ja, es ist wirklich so, man kann auf dem Ätna Ski fahren. Im Winter bis hinein ins sizilianische Frühjahr liegt Schnee auf dem Ätna, was bei einer Gesamthöhe von über 3000 Metern ja eigentlich keine Überraschung sein sollte, aber da man ja immer Vulkan mit Feuer verbindet, kommt einem Schnee und Skifahren nicht unbedingt sofort in den Sinn.

 
 
 
 

Der gute Gigant

Der Ätna von den Einheimischen auch der gute Gigant genannt, möglich ist, dass das nur eine Beschwörungsformel ist und mit Sicherheit hat der Ätna auch schon viel Schaden angerichtet, aber es steckt auch Wahrheit in diesem Namen, denn für einen Vulkan ist der Ätna recht ungefährlich. Das liegt an der Konsistenz der Lava, diese ist recht dünnflüssig und es kommt relativ oft zu Ausbrüchen, so staut sich kein riesiger Druck an und die Ausbrüche verlaufen in der Regel recht unproblematisch. Anders sieht die Sache beim Vesuv aus, dieser ist seit langer, langer Zeit nicht mehr ausgebrochen, die Lava ist zäh und es wird davon ausgegangen, dass sich mit der Zeit bereits ein gewaltiger Druck aufgebaut hat. Bricht der Vesuv aus, dann explodiert er und richtet, laut Expertenmeinungen, eine Verheerung an, die katastrophale Ausmaße haben dürfte.

Wandern auf dem Vulkan

Auf dem Ätna und um den Ätna herum gibt es viele Wanderwege, ohne einen entsprechenden Wanderführer sind diese aber meistens nicht zu finden, es gibt kleine Strecken zu Höhlen und auch mehrtägige Wanderungen über den Höhenzug, Wanderungen zum Krater. Auf dem Ätna gibt es sogar nahe Bronte Eishöhlen. Wer also hier wandern möchte, der sollte sich einen guten Wanderführer holen und loslegen, es lohnt sich.

         
 
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